Reisen
Schottland
Schottland ist wirklich immer eine Reise wert. Ganz unabhängig, ob man eine oder drei Wochen zur Verfügung hat. Man kann sich auf eine der grossen Inseln konzentrieren, die Highlands durchqueren,
eine Whisky-Tour machen oder die grösseren Städte Glasgow oder Edingburgh besuchen. Hauptreisezeit ist wie fast überall der Juli und August. Wir haben vor allem im September gute Erfahrungen gemacht.
Das Wetter ist meist noch gut, auf Skye ist es sowieso immer etwas milder als im Rest des Landes, die B&B und Hostels sind nicht mehr überfüllt und die fiesen kleinen Midges ziehen sich langsam
zurück.
Für Westkanada sollte man sich schon einige Wochen Zeit nehmen. Auch hier gibt es auf relativ kleinem Raum extrem viel zu sehen. Auf der einen Seite Vancouver Island mit der Provinzhauptstadt Victoria, dem unglaublichen Regenwald (soviel davon noch übrig geblieben ist), tollen Stränden und schönen abgelegenen Küstenorten wie Tofino im Westen der Insel. Auf dem Festland gibt es mit Vancouver eine der tollsten Städte der Welt und etwas weiter im Osten die Nationalparks in den Rocky Mountains. Wer noch etwas mehr Zeit mitbringt, kann sich auch noch westlich von Calgary die Stadtund die Umgebung Drumheller mit den riesigen Dinosaurierfundstellen anschauen. Wir waren im Mai in Kanada, was den Vorteil hat, dass es gerade in den Nationalparks noch relativ ruhig ist und man auf Campingplätzen keine Vorreservierungen machen muss; allerdings nimmt man auch kältere Temperaturen, vor allem nachts in Kauf.
Vier Wochen sind das Minimum für einen Urlaub in Neuseeland. Zum einen auf Grund der extrem langen Anreise (aus Deutschland) von mindestens 24 Stunden aber auch auf Grund der vielen sehenswerten Gegenden und Städte auf der Nord- und Südinsel. Die beste Reisezeit beginnt Mitte Dezember. Über Weihnachten sind die Städte relativ ausgestorben, weil die Neuseeländer die Feiertage normalerweise am Strand verbringen. Man sollte sich selbst aber auch nicht zu viel in der Stadt aufhalten, da es im Umland einfach zu viel zu entdecken gibt.
Irland ist grün, windig und selten trocken. Es gibt unzählige historische Kultstätten, mal mehr, meistens weniger aufregend, aber immer schon kilometerweit vorher ausgewiesen. Zum wandern und fotografieren bietet Irland so ziemlich alles. Ich war in der Hauptsaison Ende Juli, hauptsächlich im Südwesten und hatte nicht den überlaufenen Eindruck, den man zu dieser Zeit vielleicht erwartet. Um 23:00 Uhr ist Sperrstunde, da werden im wahrsten Sinne die Bürgersteige hochgeklappt und man sollte sich im Pub kurz vorher noch die letzte Runde bestellen. Bemerkenswert sind die regionalen Nachrichtensender, die hauptsächlich über ungeklärte Todesfälle, Leichenfunde und Unfälle berichten und denen das Weltgeschehen offenbar nicht so wichtig ist.